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Moderne Ausbildung mit Palette CAD im Schreinerhandwerk

Referenzbericht der Heinrich-Hübsch-Schule Karlsruhe

An der Heinrich-Hübsch-Schule Karlsruhe hat sich der Einsatz von Palette CAD als zentrale Softwarelösung in der Ausbildung im Schreinerhandwerk etabliert. Zuvor wurde ein CAD-System eingesetzt, das jedoch durch zusätzliche Softwarelösungen ergänzt werden musste, um alle Anforderungen abzudecken. Aufgrund von Kompatibilitätsproblemen und einer instabilen SQL-Infrastruktur erwies sich dieses System langfristig als nicht zukunftsfähig.

Palette CAD wird sowohl in der klassischen Berufsschule als auch in der Fachschule eingesetzt. Neben angehenden Glasern (Schwerpunkt Fenster- und Glasfassadentechnik), den Schreinerinnen und Schreinern arbeiten auch zukünftige Holztechnikerinnen und -techniker sowie Meisterschüler mit der Software.

Ganzheitlicher Ansatz: Von der Planung bis zur Fertigung

Im Unterricht wird Palette CAD entlang der gesamten Prozesskette eingesetzt – von der Konstruktion bis zur Fertigung. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten dabei praxisnahe Aufgaben wie:

  • Zeichnen, Konstruieren (2D und 3D) und Erstellen von Fertigungs- und Detailschnitten nach DIN 919
  • Rendering und Visualisierung 
  • Erstellung von Stücklisten 
  • Übergabe an die CNC-Fertigung (CAM) 

Die fertigen Konstruktionen werden direkt an eine CNC-Maschine (HOMAG 300) mit woodWOP 9 übergeben und weiterverarbeitet.

„Uns ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur konstruieren, sondern den gesamten Prozess verstehen – bis hin zur fertigen Produktion an der Maschine“, erklärt Eno Lippold, Lehrer für Holztechnik, Farbtechnik und Raumgestaltung.

Infrastruktur und Flexibilität

Die Schule verfügt über 80 Workstations, verteilt auf drei EDV-Räume, auf denen Palette CAD lokal installiert ist. Ergänzend ermöglicht ein VPN- bzw. Cloud-Zugang den Zugriff von außerhalb der Schule. Meister- und Technikerschüler arbeiten zudem häufig auf eigenen Geräten.

Ein besonderer Vorteil liegt in der einfachen Lizenzverwaltung:
„Die Lizenzvergabe ist bei Palette CAD außergewöhnlich unkompliziert. Lizenzen können durch die Lehrkräfte selbst zugewiesen und die Lizenzdauer individuell eingestellt werden). Mit wenigen Klicks sind Software und E-Learning über das Palette Portal zur Verfügung – deutlich effizienter als bei anderen Anbietern“, so Marc Niemeyer.

Für uns ist entscheidend, dass die Schülerinnen und Schüler mit einem System arbeiten, das sie auch im späteren Berufsleben einsetzen können – und das gleichzeitig im Unterricht zuverlässig und intuitiv funktioniert

Eno Lippold, Innenarchitekt, Fachlehrer Holztechnik / Farbtechnik & Raumgestaltung

Didaktische Umsetzung im Unterricht

Im Berufsschulunterricht findet alle zwei Wochen ein mehrstündiger CAD-Unterricht statt. Der Einstieg erfolgt über 2D-Zeichenübungen, gefolgt von ersten 3D-Modellen wie einfachen Werkstücken, etwa Stiftehaltern oder Schneidebrettern, die auch in der Werkstatt gefertigt werden.

Darauf aufbauend werden schrittweise komplexere Inhalte vermittelt, darunter:

  • Arbeiten und Konstruieren mit dem Korpuskonfigurator 
  • Erstellung normgerechter Konstruktionszeichnungen (nach DIN 919) 
  • Nutzung von Stücklisten, Schnitten und Renderings 

Im ersten Ausbildungsjahr liegt der Fokus auf den Grundlagen, insbesondere auf 2D-Zeichnungen und dem Verständnis von Konstruktionen, beispielsweise durch Explosionsdarstellungen.

Praxisnähe bis hin zu realen Kundenprojekten

Vor allem in der Meister- und Technikerausbildung arbeiten die Lernenden an realen Kundenprojekten. Dabei entstehen hochwertige Visualisierungen, einschließlich virtueller Kameraflüge und Präsentationen über die Erweiterungssoftware Palette Showroom.

In der Fachschule wird Palette CAD bereits im ersten Jahr regelmäßig und vertiefend eingesetzt.

„Sobald die Grundlagen in 3D sitzen, erreichen die Schülerinnen und Schüler erstaunlich schnell überzeugende Visualisierungsergebnisse – immer mit dem Ziel einer kundengerechten Darstellung, auch im Hinblick auf das Meisterprüfungsprojekt am Ende der Weiterbildung“, so Marc Niemeyer.

Kundin betrachtet Palette Showroom

Individuelles Lernen und E-Learning

Ein Team aus sechs Lehrkräften unterrichtet mit Palette CAD. Die Einarbeitung erfolgte unter anderem über die E-Learning-Plattform Palette Academy

Auch den Schülerinnen und Schülern steht die Plattform zur Verfügung und ermöglicht individuelles Lernen im eigenen Tempo. Ergänzend wurden durch die Lehrer eigene Lernvideos erstellt, die gezielt auf die Unterrichtsinhalte abgestimmt sind.

„Unsere Schülerinnen und Schüler können im eigenen Tempo arbeiten. Schnellere kommen zügig voran, während andere sich die Inhalte über Videos nochmal in Ruhe erarbeiten“, beschreibt Eno Lippold den Ansatz.

Weitere Infos zur Palette Academy

Zusatzqualifikation zur CAD/CNC-Fachkraft

Im dritten Ausbildungsjahr haben die Auszubildenden die Möglichkeit, die Zusatzqualifikation zur CAD/CNC-Fachkraft zu erwerben. Bestandteil ist unter anderem die Erstellung einer Konstruktionszeichnung, auf deren Grundlage ein Werkstück mit individueller Schreinerplatte geplant und gefertigt wird.

Die Prüfung umfasst unter anderem:

  • Konstruktion mit intelligenten Bauteilen 
  • Anpassung von Objektdaten 
  • Material- und Farbdefinition 
  • Arbeiten mit dem Korpuskonfigurator 
  • Erstellung eines CNC-Programms 

Zusätzlich werden Kenntnisse in woodWOP geprüft, beispielsweise das Anlegen von Nuten oder das Versetzen von Bohrlöchern.

Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler zwischen verschiedenen Ausarbeitungen wählen: Stückliste, Schnitt oder Rendering. Während Stückliste und Rendering vergleichsweise einfach umzusetzen sind, muss der Schnitt stets normgerecht nach DIN 919 ausgeführt werden.

Zur Schule

Heinrich-Hübsch-Schule Karlsruhe – Schule für Bau-, Dach-, Farb-, Karosseriebau-, Holz- und Metalltechnik | 76133 Karlsruhe

huebsch.karlsruhe.de


Professionelle CAD-Software für den Unterricht

Du möchtest Palette CAD auch im Unterricht einsetzen? Mit unserer Schullizenz ist das ganz einfach möglich.